
Marines vs. Rattenaliens
Geschrieben von Guido Mittwoch, 22 Februar 2012 - 10:52
Demnächst: Project Pandora: Grim Cargo
Wieder mal ist ein Miniaturenhersteller auf dem vielversprechenden Weg in die Brettspielszene. Diesmal ist die Rede von Mantic Games aus Nottingham. Der Tabletopspieler unter den Lesern wird sicherlich aufhorchen, denn die
Kings of War-Figuren und das
Warpath-Tabletopsystem der Engländer ist einschlägig bekannt. Es muss ja auch nicht immer Warhammer sein, was da von der Insel zu dem Thema kommt.

Das neue Brettspiel in feinster Space Hulk-Art von Mantic Games nennt sich Project Pandora: Grim Cargo und ist voraussichtlich im April in den Regalen. In diesem Science-Fiction-Brettspiel im Warpathiversum haben unheimliche Viecher der so genannten 8ten Rasse ein Raumschiff der intergalaktischen Corporation (scheinbar gibt es nur eine einzige) geentert, um dort deren rätselhafte und kostbare Fracht zu stehlen. Natürlich stellen sich die menschlichen Marines des Konzerns ballerfreudig den rattenähnlichen Veer-myn-Kreaturen aus dem All in den Weg.

Über das Wie und Was ist noch wenig bekannt: Der Kampfmechanismus ist natürlich völlig innovativ (mit Würfeln) und von Szenario zu Szenario geht es weiter in der Geschichte an Bord des Schiffs. Die ist ganz nett düster und fängt so an:
Die Zloveshy Vassily ist ein Raumschiff mit einem ohnehin schlechten Ruf. Abergläubische Naturen würden sagen, es sei verflucht. Kaum jemand in den Spelunken der Raumhäfen der Corporation würde auch nur irgendeinen Gedanken an sie verschwenden, wenn er nicht einen wirklich guten Grund hätte. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Crew. Wer auf dem Schiff dient, der nennt es mit einem perversen Stolz auch Grim Cargo.
Wenige sind lange dabei.
Von den zahllosen Opfern des Schiffs wurden rätselhafterweise nie alle gefunden. Manch galaktischer Seemann ist einfach verschwunden in den zahllosen Kriechgängen und Röhren zwischen den Räumen und Gängen. Als die Grim Cargo gebaut wurde, war es modern, alles hinter hübschen Paneelen zu verstecken, um nicht das Gefühl zu erwecken, man fliege in einer dünnen Blechbüchse durch den kalten Weltraum, sondern in einer Art Einkaufszentrum oder Luxushotel. Wer sich auskennt, der weiß, dass hinter den Verkleidungen kilometerlange Wartungskorridore verlaufen und schmale Passagen das gesamte Raumschiff untertunneln. Unerfahrene Mechaniker suchen stundenlang den richtigen Zugang – und kehren manchmal nie zurück.
Also bleibt die Crew in ihren Bereichen. Dort, wo das Licht nicht nervös flackert oder die Bodenplatten knirschen und heulen. Doch genau da muss eine Hand voll Marines ausharren, um die ihnen unbekannte Fracht zu bewachen – koste es, was es wolle. Wird schon nichts passieren, oder?
Das Spiel enthält 20 Miniaturen aus Kunststoff, Raumschiff-Bodenplatten und diverse Counter. Der Preis liegt bei rund 35 Pfund Sterling, was knappen 40 Euro entspricht. Ab April schon.